1. GliderCup 2017 - Warm-up

Nach dem erneuten Wintereinbruch an Ostern war die Wettervorhersage für den ersten GliderCup 2017 am Sonntag eigentlich ganz passabel. Bereits am frühen Morgen zeichnete sich eine deutliche Wolkenstrasse von Norden nach Süden. Obwohl Joerg bereits am Vorabend über die Streckenwahl und Meteoeinschätzung informierte, war das Teilnehmerfeld immer noch sehr überschaubar. Der GliderCup wäre ja eigentlich die Gelegenheit für Jungpiloten gemeinsam erste Streckenerfahrungen zu sammeln. Tja, ich frage mich, woran es liegt, dass nicht ein einziger Jungpilot dieses tolle Angebot nutzte? Ich hoffe jetzt einfach, dass alle Jungpiloten am Luzerner Marathon teilnahmen, sich am Sonntag wieder regenerieren mussten und nur deswegen auf diesen tollen Flug verzichtet haben :-). 

Am Briefing hat Joerg einmal mehr detailliert die Prognosen vom TopMeteo und Alpenflugwetter interpretiert. Sein Vorschlag geht in Richtung Osten in die Region Walensee/Prättigau. Insgesamt gibt es wenige Cumuli und eine maximale Basishöhe bis ca. 3200m (Prättigau). Zeitweise hohe Bewölkung, allerdings in Laufe des Nachmittags abnehmend. In unserem Fluggebiet erwarten wir mässiger Wind aus Richtung S/SW . Der Südwind könnte uns entlang der Churfirsten und dem Rätikon helfen.

Streckenvorschlag mit einer Wertungsdistanz von 211km:

AP: Ibergeregg

1. WP: Flügenspitz (bei Amden)

2. WP: Madrisa

EP: Buochs

Der Schlepp zur Ibergeregg war extrem ruhig - zu ruhig. In der Hoffnung, dass ich einen kleinen feinen Thermikschlauch finde, habe ich hoch angesetzt und konnte mich in aller Ruhe auf die Suche nach der Thermik machen. Doch da war nix. Selbst an der Kannte zum Muotathal war der Südwind zu klein um die Höhe zu halten. Es folgt der Plan B zum Urmiberg, dort war der Südwind deutlich stärker und lies zumindest die Zeit überbrücken, bis auch Richard, Andy und Oskar und Joerg zum Startgate bei der Ibergeregg flogen. 

Entsprechend den Möglichkeiten flogen alle etwas zaghaft in Richtung erster Wende. Weil noch zu viel Schnee auf den Bergen lag, konnte sich die Thermik wohl noch nicht richtig entwickeln und auch der Südwind war ebenfalls zu schwach um dies dynamisch ausnutzen zu können.  So blieb der Entscheidungsspielraum relativ klein. Entweder die Höhe halten und sicher oben bleiben oder vorfliegen und wenn nötig in Schänis  Zwischenlanden bzw. auf die fossile Thermik hoffen. Beides hat funktioniert. 

Nun gut, keiner hat die erste Wende geschafft. Diesmal war die Aufgabe wohl wirklich etwas optimistisch ausgelegt. Vielleicht hat gerade dieser GliderCup gezeigt, dass Lernen, Spass und einfach Mitmachen im Vordergrund steht. Für mich persönlich war es denn auch ein super Warm-Up für den nächsten GliderCup...      Gruss Urs.

Wir danken Swisslos für ihre finanzielle Unterstützung unseres Vereins, welche der aktiven Jugendförderung zugute kommt....