Segelfluglager in Oehna 2016


Herzlichen Dank!

Viel zu schnell ist die schöne Zeit in Oehna verflogen. Wir sind uns alle einige, bei der Flaeming Air haben wir im Norden eine ganz besondere Perle entdeckt. Ein sehr schöner Flugplatz, gepflegte Piste, freundlicher Empfang am Tower, im Restaurant und bei der Unterkunft. Herzlichen Dank Monika, Jens, Ivan, Karl und dem ganzen Flugplatz- und Stolpervogel-Team!


14. Tag - Ein fantastischer Abschluss...

13. Tag - Maulwürfe in Sicht

Es ist fliegbar. Doch die tiefe Wolkenbasis gibt nur wenig Spielraum und wer diesen Spielraum verpatzt, ist froh wenn das Aussenlandefeld um die Ecke liegt oder glücklich, dass der Turbo gleich anspringt. Es gab auch heute keine Aussenlandungen doch Balz und Urs “trainierten” erfolgreich das Motor-Handling :-)


12. Tag - Auf das Wesentliche reduziert

Die wunderschöne Landschaft des Flämings, hat einen ganz besonderen Reiz. Es scheint als hätte der damalige Landschaftsgärtner alles auf das absolut Wesentliche reduziert.

Es fühlt sich an, als wäre man in einem riesigen Physiklabor und schaut zu wie ein weiteres grosses Gewitter entsteht. Wie die warme, feuchte Luftmassen aufsteigt, kondensiert und sich ein Haufen Cumuluswolken zu einem Cumulonimbus formieren. Bis zum Gewitter sind wir dann zum Glück bereits wieder in Hohenseefeldder bei der Apels Alte Mühle zum Nachtessen. Draussen knallt es wieder einmal ohrenbetäubend.

Das Dielektrikum

Die ASH26 von Balz bekommt eine neue Kraftstoff-Füllstandsmesssonde.


11. Tag - Dreisprung Landung

Vor genau 2 Jahren sind Joerg und Urs in Oehna “abgesoffen” und nicht ganz freiwillig mit der DG-1000T auf dem Flugplatz EDBO gelandet. Zum Glück - denn so wurden wir auf diese Perle im Fläming aufmerksam. Die Infrastruktur und Freundlichkeit auf dem Flugplatz sind wirklich sehr lobenswert!

 

Und auch heute haben wir grosses Glück und können ca. 2 ½ Stunden zwischen den Wolkentürmen schweben. Die Basis auf 1000 bis 1100 m lässt jedoch keine grossen Sprünge offen und so geniessen wir zu fünft das Spielfeld zwischen Jüterbog, Bad Belzig und Wittenberg. Die inzwischen hohen Wolkentürme verdonnern uns beinahe im Formationsflug zur Landung - kaum das letzte Flugzeug demontiert und im Anhänger sichergestellt, beginnt es in der Ferne zu blitzen und donnern. Wir geniessen jetzt erst einmal ein Spezi und ein Bananensplitt…

10. Tag - Indoor Regenwald

Wettervorhersage: Heute entwickeln sich nach einer vormittäglichen Pause erneut teils kräftige Gewitter. Schwerpunkt ist der Nordosten, sprich die Regionen um die Elbe herum sowie nordöstlich davon. Dabei sind Unwetter durch Starkregen und/oder Hagel möglich.

 

Roman macht sich mit der DG-1000T auf den Weg nach Bruchsal und wir besuchen das Tropical Islands - Europas grösste tropische Urlaubswelt mit Indoor-Regenwald und draussen toben die Gewitter…  Entspannung pur in der Sauna-Landschaft und anschliessend kulinarisch verwöhnt.

9. Tag - Der grüne Frosch

Es ist fliegbar, doch aufgepasst es sind wieder starke Gewitter im Anzug.

Wir entscheiden uns frühzeitig zur Landung. Zum Glück - wird unser Flugplatz verschont und wir können dem Treiben der mächtigen Wolkentürme aus der Ferne bei Kaffee und Kuchen zugucken.

 

Bild: In bayerischen Schnaittach schoben sich am Samstag dunkle Gewitterwolken vor den Himmel.(Foto: dpa) 

 

Am Abend, insbesondere das Rindscarpaccio in der Apels Alte Mühle ist köstlich...

 

 


8. Tag - Traumhaft schön...


Von jetzt an hören wir nur noch auf die Meteoempfehlung von Richard. Seine gestrige Empfehlung: “Mal schauen, mooorgen wird sicher geeeehn.” Und siehe da, bescheiden ausgedrückt, ist heute der Hammertag. Wir fliegen wieder bis das letzte thermische Lüftchen an der Flügelkannte kratzt und geniessen für uns alleine einen beinahe englischen Rasen als Piste. So entspannt kann fliegen sein.

Und es sei erwähnt, dank der Weitsicht von Roman und Richard (Einkauf der Grillladen) konnte Balz seine wahren Stärken zum Besten geben.

 

 

Wir sind uns alle einig - keiner führt die Grillzange so präzise wie Balz :-)

7. Tag - Thermik pumpen

Nein, dies ist keine Thermik-Pumpe :-). Mit viel Fingerspitzengefühl entwässert Felix das pneumatische System von unserem Twin III. Inzwischen funktioniert auch der Fahrtmesser wieder einwandfrei.

Die Sonne blinzelt leider nur schwach zwischen den Wolken durch. Ein Start ist ein Start und eine Landung ist eine Landung... Mit 80 km gelingt Jörg die längste Strecke - jedoch mit dem Bike auf dem Fläming Skate :-).

Ivo fliegt weiter nach Endelave in Dänemark...

6. Tag - Ein furchtbar lästiger Piiiiipston

Ivo trotzt dem hazy Wetter und besucht uns von Köln mit der PA-28-181 Archer II, D-EJFK. Balz, Roman und Urs nutzen die Gelegenheit mit Ivo das nahegelegene “Fliegendes Museum” mit dem Archer zu besuchen. Wir landen auf dem ältesten noch in Betrieb befindlichen deutschen Flugplatz Grossenhain der früher den Sowjetischen Streitkräften als Stützpunkt diente. Es gibt einem schon ein sehr mulmiges Gefühl, wenn man sich auf diesem Gelände frei bewegt, wo früher Atomwaffen gelagert wurden.

Das Fliegendes-Museum ist definitiv ein Besuch wert… doch von der Ferne entdecken wir wie sich die ersten Cumulus entwickeln - höchste Zeit für den Rückflug. Kaum landeten wir in Oehna, montieren wir in Rekordzeit die Segelflugzeuge und freuen uns über Jens der uns im Nu in die nahegelegenen Thermikschläuche schleppt. Der Rest ist Routine. Oben bleiben bis nix mehr geht - lautet die Devise.

Ein furchtbar lästiger Piiiipston in der ASH 26 lässt kurzfristig auch den Flieger von Balz grounden. Zum Glück haben die versierten Joerg und René das Problem schnell erkannt. Der Sensor der Kraftstoffmessung hat sich verabschiedet. Unser Segelfluglager tendiert langsam zu einem technischen Maintanance-Lager :-).

5. Tag - Schwitzen und Poren öffnen

Der Verlust der DG-1000T sitzt immer noch tief. Der Himmel in den Farben Grau in Grau.

Das heutige Programm sieht entsprechend individuell aus. Wir starten mit einem “Theorie-Block”. Fluganalyse mit glideport.aero, neues LX Profil, Studium der Polare und natürlich das traditionelle Nachmittags-Stück-Torte...

Balz driftet auf der Suche nach Thermik in die Stein Therme Bad Belzig und findet dort Wohlbefinden :-). Joerg, Urs und Roman schwitzen mit dem Bike dem Flaeming-Skate entlang, dies öffnet definitiv nicht nur die Poren, sondern auch das Gemüt. Am Ende stehen auf dem Tacho 51.2384749 Km und wir freuen uns doppelt auf ein feines Znacht in Apels Alte Mühle.

René fährt aus der Schweiz mit dem Velo an - wir freuen uns aufs Wiedersehen!

4. Tag - Damit hat keiner gerechnet...

In der Nacht auf Dienstag passiert die böse Überraschung. Blitze beleuchten die ganze Region. Kein Strom, kein WLAN und kein Telefon. Die ganz schlechte Überraschung entdecken wir nach dem Frühstück. Ein Blitz hat am linken Winglet eingeschlagen und sich über das Querruder zur Flügelstütze entladen. Die DG-1000T ist wohl für einige Zeit gegroundet.

 

 

3. Tag - Zeit für eine "Modification"

Gleich zum Frühstück kommt eine abkühlende Dusche. Meteo verspricht uns, dass am späteren Nachmittag die Sonne wieder vereinzelt durchguckt. Wir Nutzen die Zeit im Baumarkt und anschliessend in der Hightech Scheune für eine “Modification”.

 

Dann am späten Nachmittag reissen die ersten Wolken auf und Ivan unser Schlepppilot bringt uns mit der SMARAGD UL D-MHOB langsam aber sicher in die Luft. Auf der Suche nach der letzten Thermik, werden wir mit einem entspannten Abendflug belohnt.

 

In aller Ruhe reinigen und demontieren wir die Flugzeuge und ach herrje es ist schon wieder 20:30 Uhr - jetzt nur schnell zur Tetzelstube bevor der Koch die Küche räumt :-)

2. Tag - hinne isch dinne

Zugegeben es braucht schon eine Top-Meteoprognose die es legitimiert, sonntags um 07:30 in den Ferien das Flugzeug aufzubauen… Die Vögel zwitschern es vom Dach, heute gibt es  Blauthermik und Süd / Süd-Ost Wind, also viel Querwind. So gehen wir den Tag sehr relaxed mit einem reichhaltigen Frühstück an.

Auf dem Flugplatz treffen wir dann gleich Herrn Hornbach - der meint es gibt immer was zu tun :-). DG-1000T Flügel-Ruder-Folien kleben, Flarm testen, Zander-Boien setzen und und und...

Der Himmel bleibt wolkenlos und der Querwind ist ganz schön ruppig. Wir starten Richtung 08 und werden gleich in den ersten Thermikschlauch gezogen. Der Lift geht sehr schnell obsi - doch wie weiter. Die Suche nach dem nächsten Bart ist nicht einfach. Sehr schnell geht’s dann wieder nidsi und wieder obsi… Irgendwie nicht ganz so zuverlässig, am besten im OLC erkennbar. Für mich (Urs) sind die 3 ½ Std. Blauthermik dann doch ein toller Erfolg...

http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=5063599

 

 

 

 

 

René ist heute bei der Hitze am Strampeln und wird morgen in Oehna erwartet.

Ich weiss nicht ob man es auf diesem Bild sehen kann. Etwas stimmt da überhaupt nicht. Die Motorpiloten kommen am morgen viel später und sind am Abend schon viel früher am Fürabig-Bierchen :-) während wir uns mit einer thermischen überlast der Kabelrolle beschäftigen. Na ja - ganz so effizient ist unsere Lösungsfindung auch wieder nicht...

In der Tetzelstuben erwartet uns ein feines Nachtessen. Roman A vermittelt uns seine wertvolle DG-1000 Eselsbrücke für “Fahrwerk ein”: “Hinne isch dinne” doch wie übersetzen wir das Züriiidüdsch, so dass es sich der Berner merken kann :-)

1. Tag - Polen, Elbe und die Tetzelstuben in Jüterbog

Wir freuen uns über viel, viel, ja sehr viel Platz zum Aufbauen der Flieger. 

Und dann war der Funk von Joerg nur noch mit Knacksen und Rauschen zu hören - ob es wohl an der polnischen Grenze lag ?

Als ich die Elbe von oben betrachtete, erinnerte ich mich plötzlich an eine Physikstunde vor ca. 25 Jahren. Da gibt es doch tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Pi und der Flusskrümmung.

...nach einer anfänglichen wilden Phase beginnt die Sinuosity dann um einen Wert von 3,1415… zu schwanken und bleibt auch dort. Pi steckt also tatsächlich überall drin – sogar in der Art und Weise wie Flüsse fliessen.

 

Wer Lust hat dem physikalisches Phänomen auf die Schliche zu kommen, folgt diesem Link… Albert Einstein, die Zahl Pi und die Mäanderbildung bei Flüssen

 

 

 

 

Das wohl beste Selfie Foto von Joerg :-)

Anreise zum Flugplatz Fläming Air EDBO

Es ist wieder soweit - für uns (Balz, Bart, Felix, Jörg, Rene, Richard, 2xRoman und Urs) beginnt die schönste Jahreszeit. Das diesjährige Flachland-Segelfluglager führt uns wieder weit in den Norden. Dort liegt die thermisch hervorragende Rennstrecke über dem Fläming und der kleine aber feine Flugplatz Fläming Air EDBO.  

Die Thermikkarte zeigt rot markiert die thermisch optimale Gegend. Unser Domizil liegt südwestlich von Berlin - könnte also kaum besser sein.

 

Ein bisschen mehr Lux wäre für die aktuelle  Meteoprognose kein Luxus - doch lassen wir uns überraschen, was Petrus für uns vorbereitet hat :-)

 


René ist bereits mit dem Velo in Hamburg unterwegs. Bleibt zu hoffen, dass nach der Himmelsleiter wieder ein velofreundlicher Abschnitt folgt.. Wir sehen uns in Oehna.

20.05.16   Die 870 Km haben Balz, Joerg, Roman und Urs in ca. 10 ½ Stunden abgespult. Es lohnt sich früh aufzustehen, belohnt wird mit stau freien Strassen. Bei Wartenburg gibt es auch eine Fähre über die Elbe - wer besonders entspannt reisen möchte…

Um 15:00 Uhr erreichen wir den Flugplatz EDBO und werden freundlich empfangen, es folgt das Einquartieren und im hauseigenes Restaurant "Stolpervogel" ein kleines feines Nachtessen.

Wir danken Swisslos für ihre finanzielle Unterstützung unseres Vereins, welche der aktiven Jugendförderung zugute kommt....