Oehna 2017


Liebe SGN Kollegen

Der Flugplatz Oehna EDBO in Brandenburg ist ein idealer Urlaubsplatz. Idyllisch gelegen mitten im Grünen, lockerer, ruhiger Flugbetrieb.

 

Brandenburg gilt als "das Namibia von Nordeuropa", bietet also exzellente Thermikbedingungen. Ausserdem sind die Landefelder meist grösser als jeder Schweizer Flugplatz und daher ist die Region auch bestens für die ersten Streckenflugerfahrungen geeignet. In keiner Region nördlich der Alpen werden mehr Tausender-Flüge jedes Jahr gemeldet.

 

Wenn dann das Brandenburger Wetter mal nicht so toll mitspielt, gibt es genügend Möglichkeiten die Ferien zu geniessen:

* Besuch von Berlin, Dresden oder Wittenberg

* Biketouren, Inline-Skating durch Brandenburg. Oder auch andere sportliche Aktivitäten

* Wellness. Es gibt eine tolle Therme in Bad Belzig

* Besuch des Tropical Island in Brand

…und anderes!

 

… Und ja, die guten Beizli kennen wir inzwischen auch! 

 

Weitere Infos zum Flugplatz findet ihr unter:  FlaemingAir.com

und natürlich unser SGN Lagerbericht 2016

 

Herzliche Grüsse

Joerg


Anreise nach Oehna

Hurra - es ist wieder soweit - die schönste Zeit im Jahr beginnt genau jetzt. Dann, wenn der frische Morgentau auf den Gräsern einen makellosen Streckenflug Tag prophezeit und der Wasserdampf in den Cumuli zu kochen beginnt, dann schlägt unser Herz mit der doppelten Frequenz… Na ja, es ist schwierig dies in Worte zu fassen :-)

Auch dieses Jahr werden wir wieder einen kleinen Blog führen und über die Episoden aus dem hohen Norden berichten…  

 

Wenn Ihr Euch vom Flachland-Virus anstecken möchtet, hier gibt’s die tägliche Dosis dazu...

bis bald…

Urs

 

Und los geht's ....

Roman und Joerg fahren bereits am Sa Nachmittag los und übernachten in Heilsbronn. Urs startet die Reise am So um 03:00 und erreicht nach mehreren kleinen Boxen-Stopps um 16:16 den Flugplatz Oehna EDBO im Fläming Air Park.

900km in knapp 11h Fahrzeit, das ist problemlos machbar - idealerweise mit einem entspannten Höhrbuch. Diesmal habe ich mir “Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge” von Bill Bryson hereingezogen. Kann ich total empfehlen, da hätte ich locker noch an die Nordsee fahren können – das Hörbuch dauert 19h und 53 Minuten :-).

 

Richard war schon am Do losgefahren und hat auch gleich sein Schiff mitgenommen. Wer findet’s heraus - eines der Schiffe gehört zu Richard, kleiner Tipp es passt gefaltet bestens in seinen California..

In Oehna werden wir von Monika von “the Voice of the Tower” und Jens unserem “Schlepper” und der Frau "Stolpervogel" herzlichst empfangen. Ja - auch die kleine schwarze einäugige Katze ist wieder auf Platz.

 

Herr und Frau Hackel haben uns erneut eine saubere Unterkunft übergeben. Ja auch das WLAN funktioniert :-)

Eine kleine Randnotiz…

Herzlichen Dank allen beteiligten, die am Sonntag eine sonder Arbeitsschicht einlegten und beim DG-1001M den Motor ausbauten. Für Insider - wir hatten wieder einen kleinen Riss am Motorträger. Für Outsider - Segelfliegen ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie was man kriegt." (Forrest Gump)... Felix wird am Montag den Flieger nach Bruchsal zur DG Flugzeugbau bringen.


1. Tag: Heiss war's...

Roman - bereit für einen langen Flug...

Die Dimensionen von einer der größten freitragenden Hallen der Welt sind gigantisch: Der Tropical Islands Dome ist 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch! Die Freiheitsstatue von New York könnte darin stehen, der Eiffelturm von Paris darin liegen. Auf der Grundfläche von 66.000 Quadratmetern finden 9 Fußballfelder Platz. 

Beeskow liegt circa 80 km südöstlich von Berlin und etwa 30 km südwestlich von Frankfurt (Oder); die Oder ist rund 30 km östlich entfernt. Beeskow wird das „Tor zur Niederlausitz“ genannt.

Eisenhüttenstadt liegt direkt an der Oder, unmittelbar an der polnischen Grenze.

Schwielochsee - Wie kommt man nur auf solch einen Namen :-) 

ASH 26e ...

Die Fichtenwälder auch Abends eine dankbare Thermik-Tankstelle.

... und bei der Tetzelstuben der passende Durstlöscher.


2. Tag: Heissluftgebläse

Schon am frühen Morgen war klar - heute weht das Heissluftgebläse aus Westen zu stark für uns. Bodentraining stand im Angebot.

Wir sind uns nicht sicher, ob wir auf diesen ukrainischen Mi-8 Helli umschulen sollen... 

Felix ist mit dem DG-1001M ohne M aus Bruchsal angekommen. Nach dem Zusammenbau, schnell in den Hangar.

Wir dinieren in Hermanns Restaurant - jung, frisch und regional. Das heisst einmal mehr viel zu viele Spargeln... :-) Was ist ein kalter Hund und was haben die Löchlein an der Flügelhinterkante auf sich?


3. Tag: Hammerschlauch und Killerhase

Felix und Joerg haben Ihn gefunden - DEN Hammerschlauch in der Nähe von .... na das werden wir wohl nicht verraten :-)

Wie heisst eigentlich der Tanz bei dem man einen Schritt vorwärts und zwei zurück macht? So war es den ganzen Tag, bis 41 Km/h Westwind. Zum Glück ging am Nachmittag die Basis bis auf 2000m und so konnten wir doch sehr schöne Rundflüge in den Westen realisieren.

Dies ist der berühmt berüchtigte in ganz Fläming gesuchte Killerhase. Er schreckt auch von Balz nicht zurück und verteidigt sein schattiges Plätzchen...

Richard mit seiner Glasflügel 304

Richard und seine Ausgrabe-Künste sind immer wieder erstaunlich, siehe nach 11:30.

Flug von Urs nach Brandenburg. Abend-Soaring mit Roman bis 19:20  :-)


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4. Tag: Spannerschwalbe und Wolkenstrasse

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Blick auf die TopMeteo Prognose…

Vergleich mit der aktuellen Situation vor Ort...

Kurz nachdenken und Blick in die Erfahrungs-Datenbank. Üble Sache, soll ich's den Kollegen sagen, wohl besser nicht. Heute wird's nix mit dem Hammertag... extrem blau. 

Der Zero point Flug von Richard :-)   Einer musste der erste sein...

Richard hat sich einen neuen Startplatz im Alten Lager ausgesucht :-)

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5. Tag: Espressokocher Cumuli Test

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Heute werden wir nicht TopMeteo studieren. Der Espressokocher Cumuli Test ist dermassen positiv, dass muss heute einen Hammertag werden...

Die Espresso-Kocher-Cumuli Prognose hat sich extrem gut bewährt :-)

Sapperlot, das kratz an meinem Ego. Da habe ich eine super Wolkenstrasse, freie Fahrt, könnte nicht besser sein und dann überholen mich Roman und Joerg mit einem Affenzahn und verschwinden am Horizont… Die sind sicher schneller als 120Km/h geflogen. Manchmal wünschte ich mir, es hätte mehr Blitzkästen :-)).

Ausgekohlt in Cottbus-Nord. Die Kohleförderung in Cottbus-Nord in der Lausitz ist "erschöpft", die genehmigte Menge abgebaggert. Gut 34 Jahre nachdem das Blasorchester der DDR-Bergarbeiter den ersten Kohlezug begrüßte, endet eine Ära im Revier...

Urs: Mein bislang weitester und längster Flug mit 381Km und einem 60Km/h Schnitt und 7 Std in der Luft - das war einfach grandios :-))

Balz hat Görlitz auf dem direktesten Weg angeflogen...

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6. Tag: Grosser LX-Update Day

Viel spannender als das neueste iPhone bzw. das neueste Android Mobile ist die neueste LX Version 6.03.  So gönnen wir uns heute einen ausgiebigen LX-Update Tag.

http://lxnav.com/lx-news/version-6.html

Klarer Fall, auch dieses Jahr haben wir wieder sämtliche Kuchen und Desserts vom Fläming getestet...

Joerg hat sich sportlich betätigt. Wir vermuten jedoch, dass Joerg viel eher den ganzen Nachmittag auf der Fähre verbrachte, das müssten dann ca. 20 Hin-/Rückfahrten gewesen sein.

An die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug Luther seine 95 Thesen, die die Welt veränderten. Balz hat für uns diese 95 Thesen untersucht und uns am Abend detailliert davon berichtet. 

Die ganz grosse Entdeckung von Balz ist die Ursprungsquelle von proximity flying (sieh Bild oben und Video unten.

Bart und Silvan haben uns am Nachmittag erreicht und die Zelte aufgeschlagen. Somit ist das Flying-Team komplett.

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7. Tag: Relaxing....

Heute war relaxen angesagt - Zeit zum surfen.  Zum Beispiel über die 9. Womens world gliding championship. 

Analyse zum gestrigen Flug von Roman und Joerg mit der DG-1001M.

Nur 2:25 Stunden gekreist und ganze 9000 Höhenmeter erklommen. Ganz schön effizient :-)

Analyse zum gestrigen Flug von Urs mit der Discus 2cT.

3:14 Stunden gekreist und 7.500 Höhenmeter erkämpft - da liegt noch Potential drin :-). 

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8. Tag: Spargeln drücken die Stimmung

Nach einem optimalen Start ging es flott Richtung Nordwesten bis zur Insel Havelberg. Doch dann bin ich in die Spargelfalle getappt. Was ich schon lange geahnt habe, musste ich nun tiefgreifend selber erfahren. Spargelfelder sind absolute Thermikfallen, einmal von den Spargeln angezogen gibt es kaum ein entrinnen und es ist äusserst mühevoll wieder Höhe zu gewinnen. Beim dritten Spargelfeld gab es dann leider kein davonkommen und ich musste den Solo-Motor starten. 

Die Hansestadt Havelberg in Sachsen-Anhalt. Links die Insel Havelberg.

Flugplatz Brandenburg-Briest

Flugplatz Altes Lager - unser Alternate-Landeplatz...

Einmal von den Spargeln abgesehen, genossen Joerg und Urs einen wunderschönen  Flug...

Wer hat schon mal einen solch blitzsauberen Anhänger gesehen?


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9. Tag: Der Sumpfhase und "ablandiger" Wind

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Die „Peregrine“ ist ein wirklich tolle Schleppmaschine, schafft auch problemlos den DG-1001(M) in die Luft zu heben. 

Balz und Joerg entscheiden sich für eine Velotour...

Die Bisamratte oder der Bisam ist eine ursprünglich ausschließlich in Nordamerika beheimatete Nagetierart, die sich ausgehend von Böhmen und später Frankreich über fast ganz Europa und Asien ausgebreitet und als neue Art (Neozoon) etabliert hat. Die Bezeichnung Bisamratte ist irreführend, denn zoologisch ist die Bisamratte keine Rattenart. Die Bisamratte gehört zu den Wühlmäusen (Arvicolinae), deren größter lebender Vertreter sie ist.

Zu den volkstümlichen Bezeichnungen der Bisamratte gehören auch die Bezeichnungen Moschusratte, Zwergbiber, Bisambiber, Zibetratte, Sumpfkaninchen, Sumpfhase und Wasserkaninchen. Die Bisamratte wird gelegentlich mit der Nutria verwechselt.

Silvan, Felix, Barth, Richard und Urs gehen in die Luft. Ganz schön windig doch durchaus fliegbar...

Viel "ablandiger" Wind und plötzlich kippt es und giesst aus allen Löchern. Silvan entschliesst sich für eine sichere Landung auf dem Segelflugplatz in Lüsse. Die Piloten vorort helfen Silvan vorbildlich und bringen die DG-200 in der Halle vor dem Gewitter in Sicherheit.

Was für ein schöner Segelflugzeugunterstand.

Etwas später lassen wir beim Griechen in der Taverna den Abend ausklingen.

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10. Tag: Kleiner Ausflug nach Rostock

Vorhersage: 50 bis 60 km/h Wind...

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11. Tag: Nochmals Westwind

Der heutige Tag verspricht nochmals viel Westwind. Gleich zu Beginn erstaunten uns die positiven Steigwerte und so konnten wir nochmals ausgiebige und lange Flüge realisieren.  

Da TopMeteo im Norden nochmals sehr viel Wind prognostiziert und die Prognose für die Schweiz am Wochenende ausgezeichnet sind, werden wir den nicht fliegbaren Tag für die Heimreise nutzen. Wir geniessen nochmals ein feines gemeinsames Nachtessen in der Tetzelstuben (Felix und Balz testen den Spanier...).

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12. Tag: Rückfahrt

05:30 Abfahrt. 950 km liegen vor uns :-)  nach 12 Std. erreichen wir Buochs. 

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Felix sendet uns noch ein Sunset von Oehna...

Einmal mehr vergeht die Zeit im Segelfluglager viel zu schnell vorbei. Wir konnten an sieben Tagen sehr schöne und ausgiebige Flüge realisieren. Einen ganz grossen DANK gilt dem Team von Fläming Air besonders an Monika, Jens, Adam und dem Stolpervogel Team.


Wir danken Swisslos für ihre finanzielle Unterstützung unseres Vereins, welche der aktiven Jugendförderung zugute kommt....